CO²-neutral planen

Die Anschaffung einer Hausbatterie wurde notwendig, da wir unseren Fuhrpark schrittweise auf Elektromobilität umstellen wollen. In 2016 haben wir unser erstes Elektroauto, einen Renault Zoe Intens, in den Einsatz für die Kurzstrecken gebracht. Ab 2018 ist ein weiteres Elektroauto für die Langstrecke geplant. Später sollen einmal alle vier Fahrzeuge elektrisch betrieben werden.

Seit 2012 haben wir für weite Strecken ein Erdgasauto das uns hilft auch weite Strecken für unsere bundesweiten Projekte, Co²-reduziert zurück zu legen. Als wir 2008 versuchten für das Büro bei Volkswagen ein Auto mit geringem Co²-Ausstoß anzuschaffen und beim Händler diesbezüglich gezielt nachfragten, verstand der nicht einmal die Frage. Wozu sollte sowas kaufentscheidend sein?! Diese Borniertheit ist heute vermutlich selbst bei VW bzw. Audi passé.

Wir planen Lebensräume und wollen diese durch unsere Arbeitsweise zugleich schonen. Mit diesem Anspruch an uns selbst bleiben wir als LandschaftsArchitekten dem Selbstverständnis unserer Profession treu: Grün zu planen.

Unsere Stromversorgung ist nicht nur ökologisch durch den Betrieb eines eigenen Blockheizkraftwerkes, sondern teilweise sogar ressourcenneutral mit dem Strom, der aus den Dünnschichtmodulen unserer PV-Anlage kommt.

Energetische Altbausanierung | 2007-2011

Unsere Energiewende startete mit der Übernahme der Geschäftsführung durch Herrn Ehrig jun. im Jahr 2011. Damals wurde im November mit der Installation des Blockheizkraftwerkes (5,5 kW Leistung Senertec Dachs) der erste Schritt zur energetischen Modernisierung des Gebäudes (Baujahr 1980) vollzogen. Es folgte im Frühjahr 2012 die neue Eindeckung des Flachdachs, bei der eine Wärmedämmung eingebaut wurde.

Zur Energieeinsparung wurden in 2013 alle Bürocomputer zugunsten einer neuen energiesparenden Technologie (Fujitsu-Rechner Celsius W420 proGreen selection) ausgetauscht. In 2014 schloss sich dann der Umbau des Büros an, bei dem unter anderen Maßnahmen die komplette Beleuchtung durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt wurde.

Hierbei stellte sich jedoch heraus, dass die erhoffte Energieeinsparung durch den qualitativen Zugewinn an Helligkeit vollständig aufgezehrt wurde.

Erneuerbare Energien | 2012-2013

Im März des gleichen Jahres ging dann die PV-Anlage ans Netz. Aus statischen Gründen mussten Dünnschichtmodule (144 Stk. mit einer Gesamtleistung von 11,54 kW) eingesetzt werden.

Im Jahr 2013 kam es dann zu einem Rückschlag, nachdem der Wechselrichter der PV-Anlage infolge eines Ausführungsfehlers des Solaranlagenbauers durchgeschmort war. Da die Firma wegen Insolvenz abgewickelt war und die Versicherung die Übernahme des Schadens verweigerte, blieb nichts anderes übrig als die Kosten des Schadens selber zu tragen, um den wirtschaftlichen Totalverlust der PV-Anlage abzuwenden. Seither läuft die Anlage aber wieder stabil.

Technische Innovation | 2014-2016e

Unser energetisches Konzept sieht vor, das Büro als Hauptabnehmer und die beiden Wohneinheiten kontinuierlich über das Jahr mit eigenem Strom zu versorgen. Die Kombination von BHKW und PV-Anlage hat sich bis heute bewährt. Wie zwei zueinander verschobene Sinuskurven erzeugt das BHKW vor allem im Winter und abends den Strom, wohingegen die PV-Anlage vorzugsweise dann den Strom liefert, wenn das BHKW nicht arbeitet, also im Sommer und um die Mittagszeit herum.

Das führt dazu, dass wir im kalten und häufig bereits sonnigen März die höchste Eigenstromproduktion haben und im September, wenn es noch mild ist die Sonne aber bereits hinter den noch belaubten Bäumen verschwindet die niedrigste. Über das gesamte Jahr gelang es uns ein Drittel (ca. 6,3 MW/a) des gesamten BHKW-Stromes (19,0 MW/a) und die Hälfte des PV-Stromes (ca. 3,75 MW/a von 7,5 MW/a) selber zu nutzen.

In 2015 holte uns dann die Entwicklung des Strommarktes ein. Seit Installation des BHKWs drei Jahre zuvor hatte sich der Strompreis an der Leipziger Strombörse halbiert, sodass auch wir für den Verkauf unseres Stroms keine wirtschaftlich tragfähige Vergütung mehr bekamen. Um einerseits hier gegen zu steuern und den Eigenverbrauch des BHKWStroms zu erhöhen und andererseits die Voraussetzungen zur Wende in der Mobilität zu schaffen, wurde im November 2015 eine Hausbatterie in Betrieb genommen.

Der Eigenverbruch beim BHKW-Strom hat sich seither von ca. 33 % auf ungefähr 75 % erhöht. Parallel zur Hausbatterie wurde eine Ladestation aufgebaut und zwei weiterer Anschlüsse für zukünftige Ladestationen gelegt.

Klimaschonende Mobilität | ab 2018e

Neben diesen Fortschritten wurde bereits im Sommer 2012 mit der Ersetzung eines VW Golfes (Diesel) durch einen VW Passat EcoFuel, der Erdgas tankt, auch in der Mobilität der Wandel zu einer CO²-minimierten Arbeitsweise eingeschlagen.

Im Januar 2016 war es dann endlich soweit und der erste Stromer, ein Renault Zoe Intens (mit 20 kW-Batterieleistung), konnte für Kurzstreckenfahrten in Betrieb genommen werden.

In 2017 soll dann der nächste Stromer als Langstreckenfahrzeug mit einer Reichweite bis 350 km angeschafft werden. Das Ziel ist, bis 2018 alle Fahrzeuge bis auf den Erdgaswagen für Stromer auszutauschen damit wir es schaffen, bis 2018 unsere CO2-Bilanz vom Ausgangswert von 33 t CO2/a 2008 auf 16 t CO²/a zu halbieren. Von Jahr zu Jahr kommen wir unserem Ziel näher – CO²-neutral planen!